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Koda liebte die Stille der gefrorenen Wildnis. Seine kräftigen Beine stießen sich durch tiefen Schnee, während er seinen leeren Schlitten über die endlose weiße Landschaft zog. Das dicke Fell des Huskys wellte sich im arktischen Wind, und sein Atem bildete Wolken in der eisigen Luft. Er hatte Vorräte zum Bergdorf gebracht und war auf dem Heimweg nach Frosthafen, genau wie jede Woche. Allein. So wie er es mochte. Der Rhythmus seiner Pfoten auf dem Schnee war das einzige Geräusch meilenweit, und Koda lächelte vor sich hin. Das war seine Welt - weit, still und ganz allein seine.
Als die Sonne unterging und den Himmel in Rosa- und Orangetöne tauchte, erreichte Koda die Spitze eines Hügels. Unter ihm erstreckte sich der gefrorene Fluss, der Frosthafen mit dem Bergdorf verband. Die alte Eisbrücke funkelte im schwindenden Licht - die einzige Überquerung im Umkreis von hundert Meilen. Koda benutzte diese Brücke, seit er ein Welpe war, raste über ihre glatte Oberfläche mit seinem Schlitten dahinter. Er hielt an, um zu verschnaufen, und beobachtete, wie die Nordlichter über ihm zu tanzen begannen. Morgen würde er sich ausruhen und dann eine weitere Soloreise unternehmen. Perfekt.
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