Story Preview
Rosalind drückte ihre Nase gegen ihr Schlafzimmerfenster und beobachtete die Lichter der Stadt, die unten funkelten. Sie liebte es, die Muster zu zählen, die sie bildeten—drei gelbe Straßenlaternen, dann zwei weiße, die sich die ganze Ahornstraße hinunter wiederholten. Aber heute Nacht war etwas anders. Eine leuchtende Gestalt schoss an ihrem Fenster vorbei und hinterließ eine Spur aus schimmerndem Staub. „Das ist kein gewöhnlicher Vogel", flüsterte sie, während ihr Atem das Glas beschlug. Die Gestalt kreiste zurück, und Rosalind schnappte nach Luft. Es war eine Eule, aber ihre Federn funkelten wie eingefangenes Sternenlicht. Die Eule schwebte vor ihrem Fenster und neigte den Kopf, als würde sie eine Frage stellen.
Die Eule berührte mit ihrer Flügelspitze Rosalinds Fenster, und etwas Unglaubliches geschah. Leuchtende Linien erschienen auf dem Glas, wirbelten und tanzten, bis sie ein Bild formten—einen Uhrenturm mit Zeigern, die auf Mitternacht zeigten. „Versuchst du mir etwas zu sagen?", fragte Rosalind mit weit aufgerissenen Augen voller Staunen. Die Eule rief leise und fügte weitere Linien hinzu. Nun war da ein Mond über dem Turm, perfekt rund und hell. Aber bevor Rosalind ihn genauer betrachten konnte, begann die magische Farbe zu verblassen. Die Eule sah besorgt aus, ihre goldenen Augen blinzelten schnell. „Warte! Geh nicht weg!", Aber die Eule war bereits in der Nacht verschwunden und hinterließ nur ein paar leuchtende Federn, die herabschwebten.
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