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In der Ecke eines alten Schuppens, hinter Spinnweben und vergessenen Gartengeräten, saß Chiplo. Er war ein hölzernes Spielzeugpferd, einst leuchtend rot bemalt mit einer wallenden schwarzen Mähne. Jetzt war seine Farbe abgeblättert und ließ blankes Holz durchscheinen wie Flicken auf einer alten Decke. Staub bedeckte ihn von den Ohren bis zu den Hufen. „Ich frage mich," flüsterte Chiplo zu sich selbst, „warum manche Dinge zurückgelassen werden, während andere für immer geliebt bleiben?" Es war eine Frage, die er oft in seiner einsamen Ecke stellte. Der Schuppen war still bis auf das sanfte Prasseln des Regens auf dem Blechdach.
Gerade da knarrte die Schuppentür auf. Ein Mädchen mit lockigen Haaren und farbbespritzter Latzhose trat hinein. Es war Maya, die Enkelin der Hausbesitzerin. Sie besuchte manchmal den Schuppen, meist auf der Suche nach Blumentöpfen oder alten Bilderrahmen. „Oh, Chiplo!" rief sie aus, als sie ihn sofort entdeckte. „Ich habe an dich gedacht!" Sie hob ihn behutsam auf und bürstete jahrelangen Staub weg. „Erinnerst du dich, als Opa mir Geschichten über dich erzählt hat? Darüber, wie du sein liebstes Spielzeug warst, als er klein war?" Chiplos hölzernes Herz schien sich zu wärmen. Jemand erinnerte sich an ihn!
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