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Borin streckte seine kleinen Pfoten über den Kopf, während die Morgensonne auf dem Fluss funkelte. Der sechsjährige Biber hatte gestern seinen Eltern geholfen, zwölf besondere weiße Steine um ihren Damm zu legen - einen für jeden Monat, den sie hier gelebt hatten. Aber etwas stimmte nicht. Ganz und gar nicht. „Mama! Papa!" rief Borin, während sein flacher Schwanz aufs Wasser klatschte. „Die Mondsteine sind weg!" Seine Mutter tauchte aus ihrer Hütte auf und schüttelte sich die Wassertropfen aus dem Fell. „Was meinst du mit weg?" Borin zeigte mit zitternder Pfote auf die leeren Stellen, wo die Steine gewesen waren. Nicht ein einziger war noch da. Sogar der Schlamm um sie herum sah unberührt aus, als wären die Steine einfach in Luft aufgelöst.
Sein Vater schwamm herüber, seine Schnurrhaare zuckten vor Sorge. „Diese Steine markierten unser Territorium," sagte er leise. „Ohne sie könnten andere Tiere denken, dieser Damm sei verlassen." Borins Nagezähne klapperten nervös. Wer würde ihre Steine nehmen? Und warum? Der junge Biber bemerkte etwas Seltsames - winzige Kratzer in der Rinde einer nahen Weide. Sie bildeten ein merkwürdiges Muster, fast wie... eine Nachricht? „Schaut euch das an!" rief Borin aus. Seine Eltern betrachteten die Markierungen sorgfältig. „Die waren gestern nicht da," bemerkte seine Mutter. „Jemand hat uns einen Hinweis hinterlassen." Aber was konnten die seltsamen Symbole bedeuten? Borin fuhr mit seiner kleinen Pfote darüber und fühlte sich eher neugierig als ängstlich. Das war ein echtes Rätsel!
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